Durch den Sucher schauen, denken, auslösen...

Geboren 1974 in Zürich. 1993 beginnt er als freier Fotograf für den Zürcher Unterländer zu fotografieren. Ab 1995 Festanstellung beim Zürcher Unterländer. 1997 Wechsel zu Keystone Press in Zürich. Während dieser Zeit zahlreiche Aufträge im In- und Ausland, unter anderem 1999, 2 Monate während des Kosovo Konfliktes und 2000, während der UEFA EURO in Holland und Belgien für EPA. Ab 2003 freischaffender Fotograf für verschiedene Zeitungen und Magazine. Spezialisiert in News-Fotografie und Reportagen. Spricht Deutsch, Italienisch, Englisch, Französisch und Serbokroatisch.

 

Über mich, von Bea Czikowsky

Distanziert und trotzdem ergreifend. Das schafft die Weitwinkeloptik von Michele Limina. Sie ist seine Passion. Der Betrachter wird in die Szenerie hineingesogen, ist Teil des Geschehens und hat trotzdem Luft zum Atmen. Sei es beim Poloturnier auf der grünen Wiese oder beim Anblick von Glasbauten, die gen Himmel streben, das Fliegen von Schweißtropfen eines Boxers im Ring. Kontrastreich, ausdrucksreich, filmisch. So leise wie ein Augezwinkern funkelt in seinen Arbeiten auch immer ein gewisser Humor. Getragen von Leichtigkeit, die sich auf die Fotografierten und den Betrachter überträgt. Junge Frauen auf dem Opernball, stolz, weiblich, mädchenhaft. Inszenierung ohne zu inszenieren. Seine Portraits wirken wie Schnappschüsse, nur viel besser.

Aber auch das Alltägliche ist Liminas Sujet. Dinge, die wir im hektischen Alltag nicht mehr wahrnehmen. Haltestellen oder der Züricher Untergrund. Mit Geduld und Akribie widmet er sich auch seinem Projekt der Langzeitbelichtung. Das Ziel ist es, die Schweiz und Europa ohne Menschen zu zeigen. Utopische Geometrien entstehen da, anziehend monumental.